06-18-2013, 07:36 PM
Hallo, ich bin 19 Jahre alt und neu hier im Forum. Da es mir momentan psychisch nicht sehr gut geht, wollte ich einfach mal von meiner Situation erzählen. Vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.
Vor ca. einem Jahr bin ich zweimal in 2 wochen im Sportunterricht beim Warlaufen ohnmächtig geworden. Als der Arzt dann eine Ultraschalluntersuchung gemacht hat bekam ich die Nachricht, dass ich eine hypertrophe Kardiomyopathie habe. Jedoch ist diese nicht leicht sondern ziemlich extrem ausgeprägt. Mein intraventikulares Septum hat eine Dicke von 43mm. Mein Kardiologe hat mich darauf hin in eine Herzklinik geschickt in der mir zur Vorsorge ein subkutaner Defibrillator implantiert wurde. Zu dem Zeitpunkt war ich psychisch ziemlich angeschlagen aber ich wollte darüber nicht wirklich reden. Im Oktober letzten Jahres habe ich dann mein Studium als Elektrotechnikingenieur begonnen. Mittlerweile läuft das Studium aber auch nicht mehr so gut und jetzt zum Sommer hin kommen mir wieder die ganzen Gedanken von damals hoch und irgendwie häuft sich alles. Z.b. zeige ich mich nicht mehr gerne ohne T-Shirt, da ich Angst vor blöden Kommentaren von anderen Personen habe. Demzufolge gehts mir auch immer echt beschissen wenn mich Freunde/Kommilitonen fragen ob wir nicht schwimmen gehen wollen. Ich gehe zwar noch schwimmen, aber nur alleine oder mit meiner Schwester, da es mir mit Freunden oder anderen bekannten ziemlich unangenehm ist. Meinen Lieblingssport, Skateboarding, musste ich auch beenden, da die Sturzgefahr und die damit verbundene mögliche Beschädigung des Defibrillators zu groß sei (so mein Kardiologe). Eine weitere Sache ist der Punkt Party. Aufgrund meiner Krankheit sollte ich Alkohol nur noch in maßen trinken, was ich eigentlich nicht schlimm finde. Aber irgendwie vergeht mir jedes mal die Partylaune wenn ich immer wieder höre "trink noch einen! Komm schon, hab dich nicht so!...". Irgendwie macht mich das alles ziemlich fertig, dass ich gewisse ziemlich oft in allen Lebensbereichen Kompromisse aufgrund meiner Krankheit eingehen muss. Dazu kommt dann noch, dass ich das Gefühl habe, dass außer meinen Eltern und meiner Schwester keiner meine Krankheit wirklich ernst nimmt. Ich will nicht, dass man mich wie einen Schwerbehinderten behandelt aber ich möchte schon, dass man auf meine Krankheit Rücksicht nimmt. Dann ist da noch der Druck durch das Studium... Momentan ist meine Lebensfreude irgendwie nicht mehr so groß und alles wirkt ziemlich trübe. Ich sage viele Verabredungen ab, weil es mir psychisch nicht gut geht und habe das Gefühl vieles zu verpassen. Ich bin schließlich gerade erst 19 und habe mein Leben noch vor mir. Ich hoffe ihr könnt mich verstehen!
LG
Vor ca. einem Jahr bin ich zweimal in 2 wochen im Sportunterricht beim Warlaufen ohnmächtig geworden. Als der Arzt dann eine Ultraschalluntersuchung gemacht hat bekam ich die Nachricht, dass ich eine hypertrophe Kardiomyopathie habe. Jedoch ist diese nicht leicht sondern ziemlich extrem ausgeprägt. Mein intraventikulares Septum hat eine Dicke von 43mm. Mein Kardiologe hat mich darauf hin in eine Herzklinik geschickt in der mir zur Vorsorge ein subkutaner Defibrillator implantiert wurde. Zu dem Zeitpunkt war ich psychisch ziemlich angeschlagen aber ich wollte darüber nicht wirklich reden. Im Oktober letzten Jahres habe ich dann mein Studium als Elektrotechnikingenieur begonnen. Mittlerweile läuft das Studium aber auch nicht mehr so gut und jetzt zum Sommer hin kommen mir wieder die ganzen Gedanken von damals hoch und irgendwie häuft sich alles. Z.b. zeige ich mich nicht mehr gerne ohne T-Shirt, da ich Angst vor blöden Kommentaren von anderen Personen habe. Demzufolge gehts mir auch immer echt beschissen wenn mich Freunde/Kommilitonen fragen ob wir nicht schwimmen gehen wollen. Ich gehe zwar noch schwimmen, aber nur alleine oder mit meiner Schwester, da es mir mit Freunden oder anderen bekannten ziemlich unangenehm ist. Meinen Lieblingssport, Skateboarding, musste ich auch beenden, da die Sturzgefahr und die damit verbundene mögliche Beschädigung des Defibrillators zu groß sei (so mein Kardiologe). Eine weitere Sache ist der Punkt Party. Aufgrund meiner Krankheit sollte ich Alkohol nur noch in maßen trinken, was ich eigentlich nicht schlimm finde. Aber irgendwie vergeht mir jedes mal die Partylaune wenn ich immer wieder höre "trink noch einen! Komm schon, hab dich nicht so!...". Irgendwie macht mich das alles ziemlich fertig, dass ich gewisse ziemlich oft in allen Lebensbereichen Kompromisse aufgrund meiner Krankheit eingehen muss. Dazu kommt dann noch, dass ich das Gefühl habe, dass außer meinen Eltern und meiner Schwester keiner meine Krankheit wirklich ernst nimmt. Ich will nicht, dass man mich wie einen Schwerbehinderten behandelt aber ich möchte schon, dass man auf meine Krankheit Rücksicht nimmt. Dann ist da noch der Druck durch das Studium... Momentan ist meine Lebensfreude irgendwie nicht mehr so groß und alles wirkt ziemlich trübe. Ich sage viele Verabredungen ab, weil es mir psychisch nicht gut geht und habe das Gefühl vieles zu verpassen. Ich bin schließlich gerade erst 19 und habe mein Leben noch vor mir. Ich hoffe ihr könnt mich verstehen!
LG

