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| Themenübersicht (Neueste zuerst) |
| Geschrieben von HELGE - 03-05-2017, 09:18 AM |
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Hallo Evelina, das was du erzählt hast, kann ich gut verstehen. Als ich meine Diagnose (DCM ) bekommen habe, konnte ich relativ schnell damit umgehen (nach außen). Nachts kommt manchmal angst und Traurigkeit, aber damit komme ich momentan noch klar. Ich mache mir bis heute mehr sorgen um meine Lieben, als um mich. Natürlich kann ich nicht nachvollziehen wie es ist krank zu sein, bevor man richtig gelebt hat. Ich bin 48 Jahre und habe ein schönes Leben. ......bisher........hinter mir. Die besten Wünsche für dich! Liebe Grüße, Helge |
| Geschrieben von Evelinas2112 - 02-05-2017, 12:17 PM |
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Hallo, Ihr Lieben. Ich bin neu hier. Und auch völlig neu mit meiner/ meinen Diagnose/n. Ich habe gerade erst vor drei Tagen erfahren, was denn da überhaupt los ist, was mich seit Monaten so einschränkt. Festgestellt wurde jetzt ein Vorhofsseptumdefekt, ein Herzklappenfehler und eine Cor pulmonale. Bis auf die Cor pulmonale alles angeboren und bedinngt durch eben diese Herzfehler entdeckt durch eine Lungenembolie. Ich bin 25 Jahre alt und gerade dabei das zu tun, was ich mir für mein Leben so vorgestellt habe. Es ist natürlich alles noch recht frisch. Ich fange erst an das große Ganze zu sehen, bzw. kann es eigl. gar nicht, da die Behandlung noch nicht ganz klar ist. Was mir jetzt schon unheimlich auf die Psyche schlägt, ist das Wohl meiner Mitmenschen. Ich habe bisher nur meine Eltern und Beste Frendin eingeweiht und merke da schon, wie sehr sie das belastet. Am ersten Tag mehr als mich selbst. Inzwischen Rücke ich mit meinen Emotionen nach und habe absolut keine Ahnung wie ich mich verhalten soll. Es gibt soviel was ich jetzt gern Stück für Stück von der Seele reden würde. (Angst, Wut usw.), aber da steht mir meine Fürsorge im Weg. Ich habe gesehen, was das alles bei meinen Eltern ausgelöst hat - irgendwie auch verständlich. Meine Freundin meindet das Thema komplett. Ich hätte Optionen an andere Freunde herran zu treten, aber nach der Erfahrung stehe ich im Zwiespalt dazwischen das Ganze mit mir selbst auszumachen oder mir Hilfe einzuforden/ sie anzunehmen. Denn meine Kämpfernatur kommt jetzt durch. Leider hat die sich immer an alleinigen Aktivitäten genärt, die jetzt kaum noch möglich sind. Ich hab immer gern Sport gemacht, vorallem draußen. Jetzt sind seid Monaten selbst Kinobesuche schwierig oder ein Gang in ein Billiardkaffee. Die Belastung auf andere angewiesen zu sein ist also schon seid einigen Wochen so und noch ist kein Ende in Sicht. Ich hoffe ich bin hier jetzt nicht "Thread-Gegrätscht". Ich hoffe "Alte Hasen" haben da einen Rat für mich. LG PS: Toll, dass es hier einen Thread gibt, der sich auch mit sowas beschäftigt, war schwer zu finden =) |
| Geschrieben von hella - 01-18-2015, 09:57 PM |
| Da kann ich Dir nur zustimmen, Wolle 8) |
| Geschrieben von Wolle - 01-18-2015, 12:51 PM |
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Moin, ich denke, dass es auch eine Menge damit zu tun hat, wie man selber mit der Krankheit umgeht. Wenn man die Krankheit auf dem silbernen Tablett vor sich herträgt und allen gleich zur Begrüßung aufs Brot schmiert, was für eine arme S-a-u man doch ist, muss man sich nicht wundern, wenn man nicht sonderlich beliebt ist. OK, mit meinem angeborenen Herzfehler war ich in der Schule nie so wirklich im Mittelpunkt der Klasse (konnte ja kein Fußball spielen), aber völliger Außenseiter war ich nie. In der Oberstufe hat sich dann auch einiges entspannt und seit ich angefangen hatte, zu studieren, habe ich überhaupt keine Probleme mehr, Anschluss zu bekommen. Nachtrag: Gute Güte, jetzt ist schon die Bezeichnung für ein weibliches Schwein zensiert. Quo vadis? |
| Geschrieben von hella - 01-17-2015, 10:14 PM |
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@richter Da muss ich Dir widersprechen. So allgemein kann man das nicht sagen. Das klingt sehr verbittert. Ich habe sehr enge Freundinnen, die gehen da mit mir durch. Seit 8 Jahren. Das ist ein großes Glück. Mein Freund kennt mich nicht anders und er hält immer zu mir. Ich glaube, man muss immer gucken, dass trotz aller Einschränkungen genug Gemeinsamkeiten bleiben. Sonst muss man sie halt erfinden. Das ist ja auch so ein bissl unserer Job. Und ich versuche es manchmal nachsichtig zu sehen, denn woher sollen denn immer alle wissen, was man sagen darf und was nicht, was man tun darf und was nicht....zu wenig Rücksicht ist sch.... Und von zu viel Rücksicht fühlen wir uns eingesperrt und gegängelt. Dazu die Ängste, die andere haben. Mal jetzt mit Augenzwinkern: Wir sind aber auch schwierig
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| Geschrieben von Richter2012 - 01-13-2015, 07:29 AM |
| Es ist tatsächlich ein Phänomen...Wer sich als Dauerhaft Krank outet...wird von Freunden und Bekannten sozial ausgestoßen....habe das auch indirekt mitbekommen...... |
| Geschrieben von agloco - 09-29-2014, 12:02 AM |
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Hallo Anna, genau so ist es! Das würde dir mit Sicherheit nicht gut tun. Wäre ja wie bei einem von Geburt an blinden Menschen, dem man ein Tag sein Augenlicht gibt. Wenn man aber lange Zeit im Paradies gelebt und von Heut auf Morgen in die Hölle geschubst wird, ist das wieder eine andere Ausgangssituation. Ich war vor kurzem mal wieder bei den Nachbarn meiner Eltern bis morgens um fünf. Beide haben unter anderem auch Herzinsuffizienz und die selben Probleme. Nur mit anderen Betroffenen kann man wirklich offen reden und lachen und es wird nicht falsch interpretiert. Mit gesunden Menschen mag man garnicht über Krankheiten sprechen, wo soll das auch hinführen...jedenfalls tat mir das wieder mal richtig gut. ![]() Doch gerade auf dem Land ist es mit realen Selbsthilfegruppen oft sehr schwierig...zumal das auch nicht jedem liegt. |
| Geschrieben von EngelAnna - 09-18-2014, 08:24 AM |
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Hallo ihr Dadurch das ich schon mit "meiner Krankheit" auf die weld gekommen bin , kenne ich es nict anders Was bedeutet Gesund zu sein ? Manschmal wünschte ich mir, ein Tag, ja nur ein Tag in meinen Leben keine Krankheiten zu haben doch im Nächsten moment denke ich ach ich kann glücklich sein so wie ich bin! denn wenn ich nur ein tag gesund wäre ,würde ich es dann sicher später vermissen und somit auch trauriger sein! Natürlich belastet mich meine Krankheiten . Kein Sport machen können . andauernd Luftnot . andauernd schmerzen . medikamente . andauernd gemobbt und gemieden werden Naja aber trotzdem versuche ich so gut zu leben wie ich kann! KOPF HOCH UND LACHEN sag ich immer
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| Geschrieben von Tesla - 08-23-2013, 08:50 PM |
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Hey! Ich habe einen angeborenen Herklappenfehler. Musste dann mit 13 Jahren nochmal operiert werden. Davor ging es mir seelisch ziemlich gut. Als ich dann aber in meine Klasse zurück kam, ging es stetig bergab. Ein paar Lehrer reagierten zu überfürsorglich, was in Mobbing der Schüler ausartete. Ein Beispiel, dass viele nicht wissen, wie man mit solchen Krankheiten umgehen soll. Ich habe nie wirklich in meine Klasse zurückgefunden, auch wenn ich nicht mehr gemobbt werde, so werde ich immer noch schief angeguckt, wenn ich erklären muss, dass ich eine Fahrradtour aus gesundheitlichen Gründen nicht mitmachen kann. Eine Entschuldigung habe ich nie bekommen, weil es ja hieß, ich hätte bei den Lehrern auf die Tränendrüse gedrückt... Um mich nicht wieder in solche Situationen zu bringen, erzähle ich neuen Bekanntschaften nichts von meiner Krankheit. Und wenn daraus Freundschaft wird, erfahren sie nur, dass ich eine Herzkrankheit habe. Mehr interessiert die meisten auch gar nicht. Da ich in den letzten Jahren viele neue Leute kennengelernt habe, konnte ich auch feststellen, dass viele (es gibt aber auch einige wenige Leute, die dass nicht weiter "stört") mich wie ein rohes Ei behandeln, sobald die Krankheit ans Licht kommt... Der Zustand hält zum Glück nicht allzu lange an,aber es ist, wie schon beschrieben wurde, einengend. Eine chronische Krankheit, egal welche, beeinflusst alle, die davon wissen. Wen sie belastet, hängt ganz von der Einstellung der jeweiligen Person gegenüber Kranken ab. Einen schönen Abend noch! PS: Da hier auch das Sterben angesprochen wurde: Hatte selbst schon zwei Nahtoderfahrungen, wollte das hier aber nicht mit aufgreifen, da der Tod natürlich die Angehörigen stark belastet und es deprimierend ist, darüber zu reden. Pläne mache ich aber auch eher ungern, nicht wegen meiner Krankheit, sondern weil Spontanität viel interessanter ist
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| Geschrieben von olw - 07-03-2013, 09:51 AM |
| Oftmals erlauben aber die entsprechenden Selbsthilfegruppen explizit die Teilnahme an den Treffen auch für Angehörige. Das ist erwünscht und hilft allen. |
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